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Rotary-Club Berlin-Adlershof im
Vororteinsatz
Am 14.11.2004 trafen sich Mitglieder
des R.C. Berlin-Adlershof nahe des Meeting-Ortes
in Adlershof an der Hasselwerder Straße
22. Die sehr kurzfristig angekündigte
Aktion fand trotz der
jahreszeitgemäßen
Klimaverhältnisse rege Teilnahme. So aus
dem Rahmen der wöchentlichen Treffen
losgelöst waren die arbeitsbegleitenden
Gespräche auf ganz andere Themen
fokussiert. Statt Auswirkungen von
Selbstkontrollen und zukünftigen
Energietechnologien rückten naturbedingt
eher Fragen der sachgemäßen Kleidung,
Größe der Laubhaufen und
bewegungsarme Harkenschwünge sowie
Schätzungen der Terraingröße in
den Fokus. Alle Beteiligten hatten großen
Spaß und überraschend wenig
Muskelkater in den folgenden Tagen.
Aber wozu waren wir angetreten und
warum fegt nicht jeder vor seiner eigenen
Tür?
In einer groß angelegten Aktion,
die den Weg in nahezu alle Tageszeitungen und
Regionalprogramme fand, warb der Berliner Senat
seit Mitte November für Unterstützung
der Natur, die andernfalls, bedingt durch die
aktuelle Berliner Haushaltssituation, nicht im
erforderlichen Umfang erbracht werden kann. Mit
dem Motto „Rettet unsere Kastanie! Motten
stoppen – Laub sammeln!“ richtete der Senat das
Augenmerk auf die Bedrohung der einheimischen
Rosskastanie.
Nähere Informationen sind unter:
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/pflanzenschutz/kastanienminiermotte/
verfügbar.
Auch in 2004 hat die
Rosskastanien-Miniermotte wieder alle
weißblühenden Rosskastanien deutlich
befallen. Ihr schädigender Larvenfraß
ist zwar aufgrund des relativ kühlen
Wetters in diesem Jahr etwas geringer
ausgefallen als befürchtet; die vorzeitige
Verbräunung des Laubes, das
schließlich vollständig vertrocknet
und abfällt, ist aber nach wie vor
überall festzustellen. In diesem
abfallenden Kastanienlaub überwintern die
Puppen der Motte. Und im Frühjahr
können wieder unzählige Motten
schlüpfen – sofern diese Blätter
liegen bleiben.
Um den Miniermottenbefall
einzudämmen und die Gesundheit der
Kastanien zu fördern, muss deshalb das
Kastanienlaub sorgfältig und möglichst
vollständig gesammelt und entsorgt werden.
Die Wirkung der Laubsammelaktionen ist nicht zu
unterschätzen. Aus einem Kilogramm
trockenen Laubes schlüpfen bis zu 4.500
Tiere, so dass man mit dem Laubaufsammeln bei
einem geschätzten Anteil von 50 % Weibchen
etwa 50.000 Eier vernichtet. Die Wirksamkeit der
Laubbeseitigung als Erfolg im Kampf gegen die
Motte wurde durch Untersuchungen des
Pflanzenschutzamtes bestätigt:
Sorgfältiges Laubsammeln reduziert den
Befall im nächsten Frühjahr um 2/3.
Angesichts der Zahlen, die inzwischen
unter o.g. Internet-Adresse angeführt
werden, hat unser ortsbezogener Einsatz einen
Teil zur Erhaltung unseres Berliner Grüns
beigetragen! Weit über 700
Bürger/innen und 1300 Schüler/innen
und Kita-Kinder waren im öffentlichen
Grün im Einsatz. Soziales Engagement im
Club- und Lebensraum darf auch vor
verantwortungsvollem Umweltbewusstsein nicht
Halt machen!
Wir freuen uns auf noch stärkere
Beteiligung in 2005!
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