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Rotary
bringt Bewegung: Rollstühle
für den Pfeffersport
Leider müssen viele Kinder im
Rollstuhl aufwachsen, dabei kann die Behinderung
bis hin zur Querschnittslähmung von Geburt
an bestehen, oder eine Folge von Unfällen
und Erkrankungen sein. Diese Kinder werden meist
liebevoll, aber in einer Art betreut, die
Fähigkeiten und Entwicklungen des Kindes
eher einschränken als fördern. Sie
werden in den meisten Fällen geschoben und
umsorgt; Eigenaktivität ist selten zu
beobachten, die Kinder bleiben
unselbständig.
Dass Berlin nicht überall
rollstuhlgerecht ist, erschwert die Situation
der querschnittsgelähmten Kinder. Seit 2006
bietet der Pfeffersport im
Pfefferwerk e.V. ein sportartenunabhängiges
Rollstuhltraining an. Die Rollifahrschule in der
Gemeinschaft führt zu einer völlig
anderen Mobilitätsstufe, die eine
größere Eigenständigkeit und
Selbstvertrauen ermöglicht. Je früher
die Kinder mit dem Rollstuhl umzugehen
verstehen, desto größer sind die
Erfolgschancen mit Blick auf einen Alltag ohne
ständige fremde Hilfe.
Welche Lebensqualität und Freude
die Kinder beim Training empfinden und wie
liebevoll sie von den Trainern betreut werden,
kann jeder selbst erleben. In der Gruppe lernen
die Kinder gern und leicht voneinander und von
den geschulten, ehrenamtlichen Betreuern. Die
Kinder gewinnen Zutrauen in das eigene
Leistungsvermögen, sind nicht mehr
vollständig auf Hilfe angewiesen und
erarbeiten sich ungeahnte Freiheiten. Sie
können, auf sich selbst gestellt, Berlin
erkunden und erobern und sich wie ihre gesunden
Altersgenossen Stück für Stück
vom Elternhaus abnabeln. Das ist für die Entwicklung jedes
Kindes von enormer Bedeutung. Das Pfefferwerk
und der Pfeffersport e.V. engagieren sich an
vielen Stellen in Berlin im sozialen und
kommunalen Bereich.
Die Berliner Rotary-Clubs
Berlin-Kurfürstendamm und Berlin-Adlershof
unterstützen das frühzeitige
Mobilitätstraining behinderter Kinder als
gemeinsames Projekt. Als „Starthilfe“
ermöglichten sie die Anschaffung eines
Rollstuhlübungs-Parcour mit schiefer Ebene,
Stufen, Wippe und Federbrett sowie verschieden
Ballsport- Geräten und kindgerechten
Übungs-Rollstühlen im Gesamtwert von
rund 10.000 €. Darüberhinaus engagieren
sich die Clubs dafür, daß dieses
Angebot bei betroffenen Kindern und ihren Eltern
bekannter wird.
Die Förderung der
Mobilitätstrainings ist für die Rotary
Clubs nur eine Maßnahme im Schwerpunkt
Unterstützung Bedürftiger, der
naturgemäß besonders auf Kinder und
Jugendliche zielt. So engagiert sich der Rotary
Club berlin Kurfürstendamm seit Jahren
unter dem Motto „Vorbeugen ist besser als
heilen“. Aufbau und Ausstattung eines Internats
für verhaltensauffällige Kinder,
Kindergärten sowie ein Heim für
minderjährige Mütter wurden mit Geld
und Zuarbeit unterstützt. Seit 6 Jahren
regen Rotarier in Berliner Schulen zum Lesen an.
Mit der Anschaffung von Büchern für
Schülerbibliotheken und Lesestunden werden
die Rotarier hier aktiv. Den Berliner
Musikschulen helfen Spenden bei der Anschaffung
von Musikinstrumenten. Hands-On Projekte und
Spenden sollen höhere Lebensqualität
für Kinder und Jugendliche
ermöglichen. So wird der Club
Berlin-Adlershof zukünftig auch das Projekt
„Betreutes Wohnen in Berlin Weißensee –
CasaBlanca“ fördern. Jedes rotarische
Engagement soll nachhaltig wirken, und so soll
die „Starthilfe“ das gemeinsame Projekt
„Frühmobilität“ der Club
Berlin-Kurfürstendamm und Berlin-Adlershof
lediglich einleiten. Wir wollen die Arbeit des
Pfeffersport e.V. in dieser Sache über
einige Jahre begleiten und unterstützen.
Weitere Informationen unter:
http://www.pfeffersport.de/presse/
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